Wo Sie Industrielackierung beschaffen: FlowMarket ist ein B2B-Beschaffungsnetzwerk mit KI-Agent. Sie beschreiben die Aufgabe — Werkstoff und Zustand, geforderte Oberflächenvorbereitung, Beschichtungssystem und Trockenschichtdicke, Korrosivitätskategorie und Schutzdauer, Farbton und Glanzgrad, Bauteilmaße und Stückzahl — und der KI-Agent bringt Sie mit geprüften Lackierbetrieben zusammen und fragt bei allen Treffern gleichzeitig Preise und Lieferzeiten an. Das Matching ist für Einkäufer kostenlos.
Industrielackierung beschaffen
Die Industrielackierung schützt Stahl und andere Werkstoffe mit einem flüssigen Beschichtungssystem, üblicherweise im Schichtaufbau — eine haftende, korrosionshemmende Grundierung, teils eine Zwischenschicht und ein Decklack für Farbton und Witterungsbeständigkeit. Sie deckt ab, was die Pulverbeschichtung nicht kann: Teile, die in keinen Ofen passen, temperaturempfindliche Baugruppen und alles, was vor Ort ausgebessert werden muss.
Sie ist zugleich das Beschichtungsverfahren mit der am stärksten genormten und am häufigsten unpräzise angefragten Spezifikation. Ein über Korrosivitätskategorie und Gesamtschichtdicke beschriebenes System lässt sich zwischen Anbietern vergleichen; „Grundierung und Decklack“ nicht.
Auftragsverfahren
Spritzauftrag
Airless-Spritzen bringt schnell hohe Schichtdicken auf und dominiert Stahlbau und Großbaugruppen. Luftunterstützte und HVLP-Pistolen liefern ein feineres Finish für Sichtflächen, und das elektrostatische Spritzen erhöht den Auftragswirkungsgrad an komplexen Formen, weil der geladene Lack zum geerdeten Bauteil gezogen wird. Die meisten Lohnbetriebe bieten eine Kombination, gewählt nach Bauteilgröße und Anspruch an die Oberfläche.
Tauchlackierung und KTL
Die kathodische Tauchlackierung taucht das Bauteil ein und scheidet eine äußerst gleichmäßige Grundierung elektrisch ab, die auch in Hohlprofile und Hinterschneidungen gelangt, die kein Spritzstrahl erreicht. Sie ist die Standardgrundschicht in der Automobilindustrie und im Stahlserienbau und wird fast immer mit einem Pulver- oder Nassdecklack überzogen, da die KTL-Schicht selbst nur begrenzt UV-beständig ist.
Beschichtungssysteme
- Epoxidgrundierungen — ausgezeichnete Haftung und Korrosionsbeständigkeit; übliche Basisschicht auf gestrahltem Stahl.
- Zinkstaubgrundierungen — kathodischer Schutz für die höchsten Korrosivitätskategorien.
- Polyurethan-Decklacke — Glanz- und Farbtonhaltung im Freien, die verbreitete Schlussschicht.
- Wasserbasierte & Hochfeststofflacke — geringere Lösemittelemissionen zur Einhaltung der VOC-Grenzwerte.
Was Sie bei Anfragen angeben sollten
Diese Angaben bestimmen Angebot und Schutzdauer gleichermaßen:
- Werkstoff & Zustand — neuer Stahl, verrostet, verzundert, verzinkt, Aluminium oder Edelstahl.
- Oberflächenvorbereitung — geforderter Reinheitsgrad und Rauheit oder Verweis auf das spezifizierte System.
- Korrosivitätskategorie & Schutzdauer — die Kategorie nach ISO 12944 und der benötigte Schutzdauerbereich.
- Beschichtungssystem — Schichten, Produkte und Trockenschichtdicke je Schicht und gesamt.
- Farbton & Glanzgrad — RAL- oder NCS-Referenz und Glanzgrad sowie welche Flächen sichtbar sind.
- Bauteilgröße & Gewicht — größte Abmessungen und Masse sowie ob Teile gehandhabt oder fixiert werden müssen.
- Abklebungen — bearbeitete Flächen, Gewinde, Lagersitze, Erdungspunkte und Typenschilder.
- Prüfung — Schichtdickenmessung, Haftprüfung, Porenprüfung und Dokumentation.
- Zertifizierung — EN 1090 im Stahlbau, Bahn- oder Offshore-Zulassungen sofern zutreffend.
- Logistik & Stückzahl — Losgröße, Jahresmenge, Handhabung, Verpackung und Transport.
Die Vorbereitung ist das System — und die Kategorie braucht zwei Angaben
Der größte Einflussfaktor auf die Lebensdauer einer Industriebeschichtung ist nicht der Lack, sondern was zuvor mit der Oberfläche geschah. Wer über Zunder, Rost oder eine verunreinigte Fläche beschichtet, erhält einen Film, der die Eingangsprüfung besteht und binnen zwei Jahren von jeder Kante und Schweißnaht her unterwandert wird. Strahlen auf einen definierten Reinheitsgrad mit festgelegtem Rauheitsprofil ist es, was die Grundierung wirken lässt — und das gehört als ausdrückliche Forderung in die Anfrage, statt der Gewohnheit des Betriebs überlassen zu werden. Der zweite Streitpunkt ist die Angabe der Korrosivitätskategorie als einzelner Wert. Nach ISO 12944 braucht eine Spezifikation beides: die Korrosivitätskategorie der Umgebung — C2 bis C5 — und den Schutzdauerbereich, also wie lange das System bis zur Grundinstandsetzung halten soll. Ein System für C4 mit niedriger Schutzdauer und eines für C4 mit sehr hoher Schutzdauer sind unterschiedliche Produkte zu unterschiedlichen Preisen, und „C4“ allein erlaubt beides. Nennen Sie beides sowie die erwartete Gesamttrockenschichtdicke, dann werden die Angebote direkt vergleichbar. Weisen Sie außerdem auf Hohlprofile, Schweißnähte und enge Innenecken hin: An Kanten zieht sich der Lack beim Trocknen zurück, die Schichtdicke fällt ab — und genau dort beginnt die Korrosion.
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